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Der benötigte Lagerplatz bleibt in vielen Betrieben nicht dauerhaft gleich. Neue Produkte kommen hinzu, Lagerbestände wachsen oder vorhandene Räume werden anders genutzt. Deshalb lohnt es sich, bereits bei der ersten Planung eines Fachbodenregals zu überlegen, ob das Regalsystem später erweitert oder verändert werden soll.
Eine vorausschauende Planung bedeutet nicht, bereits heute sämtliche möglicherweise benötigten Regale zu kaufen. Vielmehr sollte das ausgewählte Fachbodenregal so aufgebaut sein, dass zusätzliche Regalfelder, Fachböden oder Zubehör später möglichst einfach ergänzt werden können.
Wird ein Lager ausschließlich für den aktuellen Bedarf ausgelegt, kann schon eine kleine Veränderung dazu führen, dass zusätzlicher Lagerplatz fehlt.
Typische Gründe für spätere Erweiterungen sind:
Ein modular geplantes Fachbodenregal kann an solche Veränderungen wesentlich einfacher angepasst werden.
Viele Fachbodenregal-Systeme bestehen aus Grund- und Anbauregalen.
Das Grundregal bildet den Anfang einer Regalzeile und besitzt die für die eigenständige Konstruktion erforderlichen Ständer. Ein Anbauregal wird an das Grundregal oder ein bereits vorhandenes Anbauregal angeschlossen und nutzt dabei einen gemeinsamen seitlichen Ständer.
Wer bereits weiß, in welche Richtung eine Regalzeile später verlängert werden könnte, sollte dies bei der ersten Aufstellung berücksichtigen.
Dabei sind insbesondere verfügbare Wandlängen, Türen, Tore, Säulen, Heizkörper, Installationen und Verkehrswege zu beachten.
Ein häufiger Planungsfehler besteht darin, die verfügbare Fläche vollständig mit der aktuellen Einrichtung zu belegen.
Soll eine spätere Erweiterung möglich bleiben, kann es sinnvoll sein, geeignete Flächen oder Erweiterungsrichtungen bewusst freizuhalten.
Dabei sollte nicht nur die reine Regalfläche betrachtet werden. Auch ausreichende Bedienungs- und Verkehrsflächen müssen nach einer Erweiterung erhalten bleiben.
Nicht immer ist ein weiteres Regalfeld erforderlich. Häufig lässt sich zusätzliche Lagerkapazität schaffen, indem weitere Fachböden in vorhandene Regale eingesetzt werden.
Ob dies sinnvoll ist, hängt von der Höhe des Lagerguts und der verfügbaren Regalhöhe ab.
Wer beispielsweise niedrige Kartons oder Behälter lagert und große Abstände zwischen den vorhandenen Fachböden hat, kann möglicherweise zusätzliche Lagerebenen schaffen.
Dabei muss jedoch immer die zulässige Feldlast berücksichtigt werden. Mehr Fachböden bedeuten nicht automatisch, dass das gesamte Regalfeld stärker belastet werden darf.
Bei jeder späteren Erweiterung müssen zwei Belastungswerte unterschieden werden:
Fachlast: maximal zulässige Belastung eines einzelnen Fachbodens.
Feldlast: maximal zulässige Gesamtbelastung eines vollständigen Regalfeldes.
Wird ein zusätzlicher Fachboden eingebaut, bleibt die zulässige Feldlast des Regals maßgeblich. Die Lasten aller belegten Fachböden müssen gemeinsam betrachtet werden.
Ein Beispiel: Wird ein Regal um zwei zusätzliche Fachböden ergänzt, darf nicht automatisch jeder neue Boden bis zur maximalen Fachlast beladen werden, wenn dadurch die zulässige Feldlast überschritten würde.
Wer mit Veränderungen rechnet, sollte besonders auf die Modularität des Fachbodenregals achten.
Von Vorteil sind Systeme, bei denen beispielsweise:
Je größer die geplante Nutzungsdauer des Regals, desto wichtiger wird die Nachkaufmöglichkeit.
Bei größeren Lagerbereichen kann es sinnvoll sein, möglichst mit wenigen kompatiblen Regalsystemen zu arbeiten.
Dadurch lassen sich vorhandene Komponenten einfacher zuordnen und spätere Erweiterungen besser planen. Gleichzeitig wird vermieden, dass viele unterschiedliche Fachböden, Ständer und Zubehörteile im Betrieb vorhanden sind, die untereinander nicht kompatibel sind.
Nicht nur die Menge, sondern auch die Art des Lagerguts kann sich verändern.
Heute werden beispielsweise kleine Kartons gelagert, später größere Behälter oder schwerere Ersatzteile. Bei der Planung sollte deshalb überlegt werden, ob die gewählte Regaltiefe, Fachbreite und Tragkraft auch für mögliche zukünftige Anforderungen geeignet ist.
Ein Regal sollte dabei nicht unnötig überdimensioniert werden. Eine gewisse Reserve kann jedoch wirtschaftlicher sein, als später das gesamte Regalsystem ersetzen zu müssen.
Fachbodenregale können je nach System mit unterschiedlichem Zubehör ergänzt werden. Dazu können beispielsweise gehören:
Wer bereits bei der Auswahl des Grundsystems prüft, welches Zubehör verfügbar ist, hält sich für spätere Veränderungen mehr Möglichkeiten offen.
Nicht jede Erweiterung sollte innerhalb eines bestehenden Regals erfolgen.
Wenn sich Lagergut, Tragkraftanforderungen oder Abmessungen wesentlich ändern, kann ein separates Fachbodenregal oder sogar ein anderes Regalsystem sinnvoller sein.
Für besonders große und schwere Waren kann beispielsweise ein Weitspannregal besser geeignet sein als die Erweiterung eines klassischen Fachbodenregals.
Ein gutes Fachbodenregal sollte nicht nur den heutigen Lagerbedarf erfüllen. Bei längerfristiger Nutzung lohnt es sich, mögliche Veränderungen bereits bei der ersten Planung zu berücksichtigen.
Geeignete Stellflächen, ein modular erweiterbares Regalsystem, passende Anbauregale, zusätzliche Fachböden sowie langfristig verfügbares Zubehör schaffen die Grundlage dafür, dass sich das Lager später ohne unnötigen Aufwand anpassen lässt.
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