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Ein Anprall mit einem Gabelstapler oder einem anderen Flurförderzeug kann ein Kragarmregal erheblich beschädigen. Selbst wenn auf den ersten Blick nur eine kleine Verformung sichtbar ist, können Ständer, Kragarme, Fußplatten, Verbindungen oder Verankerungen betroffen sein.
Nach einem Stapleranprall sollte der betroffene Regalbereich deshalb nicht einfach weiterbenutzt werden. Der Schaden muss kontrolliert und bei erkennbaren Beschädigungen fachlich bewertet werden.
Nach einem Anprall sollte zunächst festgestellt werden, welcher Teil des Kragarmregals getroffen wurde.
Besonders zu kontrollieren sind:
Auch angrenzende Bauteile sollten betrachtet werden. Die beim Anprall auftretenden Kräfte können sich innerhalb der Konstruktion übertragen.
Sind Verformungen oder andere Schäden erkennbar, sollte der betroffene Bereich entlastet werden.
Dabei muss die Entlastung selbst sicher durchgeführt werden. Besonders bei langen, schweren oder sperrigen Gütern ist darauf zu achten, dass das Lagergut kontrolliert entnommen werden kann.
Ein beschädigter Regalbereich sollte nicht weiter belastet werden, bis geklärt ist, ob eine sichere Nutzung weiterhin möglich ist.
Die Ständer gehören zu den tragenden Hauptbauteilen eines Kragarmregals. Wird ein Ständer durch einen Stapler getroffen, können beispielsweise Knicke, Beulen oder dauerhafte Verformungen entstehen.
Besonders kritisch sind Schäden im unteren Bereich des Regals, da dort auch Fußkonstruktion und Bodenverankerung betroffen sein können.
Eine sichtbare Verformung sollte deshalb nicht lediglich optisch beurteilt und anschließend ignoriert werden.
Wurde ein Kragarm direkt getroffen, muss nicht nur der Arm selbst kontrolliert werden. Auch die Verbindung zwischen Kragarm und Ständer kann beschädigt worden sein.
Bei Stecksystemen sind deshalb die Aufnahme des Arms sowie die vorhandenen Sicherungselemente zu überprüfen.
Ein verbogener Kragarm sollte nicht eigenmächtig zurückgebogen und anschließend wieder normal belastet werden. Durch eine plastische Verformung können sich die Eigenschaften des Bauteils verändert haben.
Ein Stapleranprall kann Kräfte bis in den unteren Bereich des Kragarmregals übertragen.
Daher sollten auch Fußplatten und Verankerungen kontrolliert werden. Auffälligkeiten können beispielsweise sein:
Die sichere Verbindung des Kragarmregals mit dem Boden ist ein wichtiger Bestandteil der Gesamtkonstruktion.
Nicht jeder Schaden befindet sich unmittelbar an der Anprallstelle. Je nach Stärke und Richtung des Anpralls können auch Verbindungselemente oder Aussteifungen betroffen sein.
Deshalb sollte die Kontrolle nicht ausschließlich auf die sichtbare Delle oder den verbogenen Arm beschränkt werden.
Für die weitere Beurteilung ist eine Dokumentation des Schadens sinnvoll.
Dazu können gehören:
Diese Informationen erleichtern die technische Beurteilung und die Zuordnung eventuell erforderlicher Ersatzteile.
Bei erkennbaren Verformungen oder Schäden sollte beurteilt werden, ob Bauteile ausgetauscht werden müssen und ob weitere Teile der Regalkonstruktion betroffen sind.
Besonders bei tragenden Bauteilen sollte die Entscheidung nicht ausschließlich aufgrund einer optischen Einschätzung getroffen werden.
Das Ziel ist festzustellen, ob die vorgesehene Tragfähigkeit und Sicherheit des Kragarmregals weiterhin gegeben sind.
Beschädigte Kragarme oder Ständer sollten nicht durch improvisierte Maßnahmen wieder in Form gebracht werden.
Ebenso sollten beschädigte Bauteile nicht ohne Prüfung durch scheinbar passende Komponenten eines anderen Herstellers oder Regalsystems ersetzt werden.
Das Kragarmregal ist als Gesamtsystem ausgelegt. Ersatzteile müssen zum vorhandenen System passen und für den vorgesehenen Einsatz geeignet sein.
Ein beschädigter Bereich sollte erst dann wieder regulär genutzt und belastet werden, wenn geklärt ist, dass die erforderliche Sicherheit gegeben ist beziehungsweise notwendige Reparaturen oder der Austausch beschädigter Komponenten abgeschlossen wurden.
Nach einem Anprall können unter anderem folgende Schäden auftreten:
Auch scheinbar kleinere Schäden sollten nicht grundsätzlich als rein optischer Mangel betrachtet werden.
Anfahrschäden lassen sich nicht in jedem Fall verhindern. Eine durchdachte Lagerplanung kann das Risiko jedoch reduzieren.
Ausreichend dimensionierte Bediengänge sind dabei besonders wichtig. Der Stapler benötigt nicht nur Platz zum Fahren und Wenden. Bei Kragarmregalen muss zusätzlich die Länge des transportierten Lagerguts berücksichtigt werden.
Rohre, Profile, Bretter und andere Langgüter benötigen beim Rangieren häufig wesentlich mehr Bewegungsraum als kompakte Lasten.
Nach einem Stapleranprall sollte der betroffene Bereich eines Kragarmregals kontrolliert werden. Sind Schäden oder Verformungen an Ständern, Kragarmen, Fußplatten, Verankerungen oder anderen Bauteilen erkennbar, sollte der Bereich entlastet und fachlich bewertet werden.
Entscheidend ist, nicht nur den offensichtlich getroffenen Bauteil zu betrachten. Die beim Anprall wirkenden Kräfte können auch angrenzende Komponenten beeinflussen.
Erst wenn die sichere weitere Nutzung geklärt beziehungsweise ein notwendiger Austausch beschädigter Bauteile erfolgt ist, sollte der Regalbereich wieder regulär belastet werden.
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